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07.07.2021 | BIM-Lohnstunden-Modell im Projekt Kramertunnel

EDR GmbH ist als Teil der Ingenieurgemeinschaft B23 Kramertunnel mit der Bauoberleitung und der Bauüberwachung für die Verlegung der B23 westlich von Garmisch-Partenkirchen sowie mit dem Bau des Kramertunnels beauftragt.

Zur Unterstützung der Abrechnung und zur Kontrolle des Lohnstundenmodells hat EDR geprüft, wie die BIM-Methodik für den Tunnelvortrieb gewinnbringend im Rahmen der Bauausführung eingesetzt werden kann. Um die konventionelle Abrechnung der LV-Titel für Ausbruch und Sicherung zu unterstützen und zu digitalisieren, entschied man sich für die nachfolgenden Punkte.

1. Erstellung, Abstimmung und Nutzung von digitalen Abschlagsprotokollen zur gemeinsamen Nutzung durch Auftragnehmer und Bauüberwachung inkl. Auswertung.

2. Erstellung parametrisierter Familien zur Verknüpfung mit den Daten (Parametern) der Abschlagsprotokolle sowie monatliche Erstellung eines 3D-Modells mit Hilfe der Familien.

3. Verknüpfung des 3D-Modells mit dem Abrechnungsprogramm und monatliche Auswertung der abzurechnenden Mengenvordersätze. Ermittlung der abzurechnenden Lohnstunden sowie der damit verbundenen zeitgebundenen Kosten im Abrechnungsprogramm (RIB iTWO 5D).

4. „Was-wäre-wenn-Analyse“ zur Überprüfung von Kosten und kalkulatorischer Bauzeit bei Abweichung der tatsächlichen Vortriebsklassenverteilung von den prognostizierten bzw. bauvertraglich vereinbarten Werten.

Während des laufenden Vortriebs zeigte sich bereits, dass die Maßnahmen im Sinn einer digitalen Baustelle Fehler durch die nachträgliche Digitalisierung händisch erstellter Abschlagsprotokolle vermeiden und den Aufwand reduzieren können. Die Kontrolle der Mengenvordersätze und Lohnstundenansätze zeigt eine sehr genaue Übereinstimmung mit der konventionellen Abrechnung. Bei konsequenter und rechtzeitiger Anwendung der BIM-Methode können sich daher auch im Rahmen der Abrechnung Vorteile ergeben.

(c) Wilfried Feder, EDR GmbH